Texte


Ein Wort ist nicht mehr ein Wort.


Und wär ich hier,

und wär ich dort,

so wär ich doch am selben Ort,

-bei mir.

München schläft,

München schläft,

München schläft,

München schläft einen traumlosen, egoistischen und gleichgültigen Schlaf!

Das flaue Herz


es ist wie Raufasertapete mit Milch

das flaue Herz

es ist hellblau mit weiß

das flaue Herz

es ist wie auf den Rücken fallen

und keine Luft mehr bekommen

nur schön

das flaue Herz

es ist wie beschlagene Fenster im Bus

im gelben Licht und Liebe

das flaue Herz

es ist wie ausgepackt und roh

das flaue Herz

es ist wie hellblauer Sonnenaufgang

...

es ist wie Heimweh


das flaue Herz

Es gibt keine Wahrheit

niemand hat Recht

es gibt keine Wahrheit

alles ist echt

Ich habe alles was ich brauche,

ich habe alles was ich will,

doch der Besitz verseuchte,

ich  werde langsam still.

Abendwasser


abstraktes blaues Wolkenleuchten

trübes Wasser

klarer Sinn

wo davor die Zwänge fleuchten

jetzt kühler Atem

Lichter fliegen dahin

Wir leben alle in der Welt.

in der wir leben wollen.

Verloren im sprudeln der Zeit

im Fluss des Seins

in der Bestimmung der Art

in begeisternder Gefangenschaft.

Es hat nicht sein sollen,

ich hab nicht sein wollen.

Die Zivilisation ist so entartet,

so hoch gewachsen.

Ich will klein bleiben,

ich will Mensch bleiben.

Baden in der Existenz,

ertrinken darin...

In den silbernen Pfützen.

Darin zerfließen?

Und letzendlich darin verschwinden...

KREISLAUF.

Ich hoffe, dass das Malen dir etwas gibt. - Ich hoffe, dass es dir etwas nimmt.

In der Nacht sind alle Katzen blau.